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Ausstellung: Bergfremd(e) - Ausländer im Ruhrgebiet
Kategorie: Kultur, VeranstaltungenVON: HK
Im Rahmen des Projekts "Fremd(e) im Revier" ist in Gelsenkirchen noch bis zum 31.8. die Ausstellung "Bergfremd(e) - Ausländer im Ruhrgebiet" zu sehen, die die Geschichte und Bedeutung der Zuwanderung für die Region beleuchtet. Das Projekt ist Teil der zahlreichen Kulturveranstaltungen von RUHR 2010.
Ausländische Arbeitskräfte, aber auch ausländische Unternehmer, Ingenieure und Investoren spielten für die Entwicklung des Ruhrbergbaus als eine der Kernindustrien des Ruhrgebietes im 19. und 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle. Das Ausstellungsprojekt betrachtet deren Relevanz genauso wie die Bemühungen des Ruhrbergbaus um die Anwerbung dieser Arbeitskräfte und die Integration der häufig bergfremden Arbeitskräfte in den Bergbaubetrieb. Die Schilderung der historischen Entwicklungslinien wird anhand lokaler und individual-biografischer Beispiele vertieft. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Unternehmern, Finanziers und Ingenieuren aus Europa und die Bedeutung von Migrant/innen für den Take Off und die Expansion des Ruhrbergbaus im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zudem wird den "Ruhrpolen", der Anwerbung und Zuwanderung polnischer Arbeitskräfte im 19. und 20. Jahrhundert und die Expansion des Ruhrbergbaus ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der Darstellung der Lebensumstände der Fremd- und Zwangsarbeiter/innen im Ruhrbergbau im Ersten und im Zweiten Weltkrieg werden auch die dunklen Kapitel der Geschichte aufgeschlagen. Mit der Betrachtung der jüngeren Vergangenheit, dem Wiederaufbau, dem Wirtschaftswunder, den sog. Gastarbeiter/innen und Kriegsflüchtlingen sowie den ausländischen Arbeitskräften im Ruhrbergbau seit 1945 schließt die Ausstellung.
Weitere Informationen auf der Webseite des Projekts

