09.03.2007 11:55 Alter: 2 Jahre

INVOLVE

Kategorie: Politik, Soziales

Beteiligung von Drittstaatenangehörigen an freiwilligem Engagement als Mittel zur Integrationsförderung

Die Übernahme zivilgesellschaftlicher Verantwortung in Form von Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement ist sowohl Indikator als auch Motor für die gesellschaftliche Partizipation und Integration von Drittstaatenangehörigen in Europa.

Dabei sind Ausprägung und Form des Engagements in den verschiedenen Mitgliedstaaten und unter den verschiedenen Zuwanderergruppen sehr unterschiedlich. Kulturelle Differenzen hinsichtlich Engagementverständnis, Motivlagen und den dahinter liegenden Wertorientierungen sind zu berücksichtigen. Häufig werden Migrantinnen und Migranten eher informell im Bereich der gegenseitigen Hilfe und Selbsthilfe und in ihren eigenen ethnischen Gemeinschaften aktiv. Auch erfahren sie aufgrund der kulturell unterschiedlichen Zugangsweisen zu freiwilligem Engagement im traditionellen Freiwilligensektor häufig Barrieren, die es zu entschlüsseln und zu überwinden gilt.


Das Projekt INVOLVE verfolgte vor diesem Hintergrund zwei Zielsetzungen.
• Zum einen sollte der geringe Kenntnisstand über das freiwillige und bürgerschaftliche Engagement von Drittstaatenangehörigen in der Europäischen Union aufgearbeitet werden, einschließlich der Haltungen und des Verständnisses von Freiwilligenarbeit und Engagement dieser Zielgruppe und der nationalen Politiken und Maßnahmen, dieses zu fördern und zu ermöglichen.
• Zum anderen wurde ein trans-europäisches Netzwerk aufgebaut, das den Dialog zwischen den maßgeblichen Akteuren – nationale und lokale Regierungen und Verwaltungen, Nichtregierungsorganisationen, Migrantenorganisationen – initiieren und aufrecht erhalten soll, der den Austausch über Erfahrungen und Beispiele bewährter Praktiken genau so thematisiert wie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Politik
und Praxis.

zitiert aus dem Projektabschlußbericht

 


Dateien: INVOLVE_Abschlussbericht_Deutschland.pdf