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Einbürgerungsquote auf Rekordtief
Kategorie: PolitikVON: HK
Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken: 2008 erhielten etwa 94.500 Zuwanderer einen deutschen Pass, das waren laut Auskunft des statistischen Bundesamts 18.600 oder 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Der Höchststand war im Jahr 2000 mit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts erreicht worden. Damals wurden etwa 186.700 Menschen eingebürgert - nahezu doppelt soviele wie 2008. Etwa 70 Prozent von ihnen erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit nachdem sie mindestens acht Jahre lang mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland gelebt hatten. 10.7000 Einbürgerungen entfielen auf deren hier lebende ausländische Ehepartner und minderjährige Kinder. Die dritte große Gruppe mit etwa 8.300 Personen bildeten Ausländer mit deutschen Ehepartnern. Die größte Gruppe der Eingebürgerten waren Türken; 25 Prozent aller neuer deutschen Staatsbürger haben türkische Wurzeln.
Insgesamt betrug die Einbürgerungsquote im Jahr 2008 2,2 Prozent. Die Einbürgerungsquote drückt das Verhältnis von erfolgten zu möglichen Einbürgerungen aus. Sie bezieht also die tatsächlichen Einbürgerungen auf die Zahl jener Ausländerinnen und Ausländer, die mit einem gültigen Aufenthaltstitel und der erforderlichen Aufenthaltsdauer insoweit die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen.
Kritiker werfen der Bundesregierung eine massive Erschwerung der Einbürgerung durch die Verschärfungen im Einbürgerungsrecht vor.

