31.08.2006 23:41 Alter: 2 Jahre

Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung für Projekte zur Integration junger MigrantInnen

Kategorie: Kultur, Politik, Soziales

VON: TORSTEN GROSS

Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland kommt aus Migrantenfamilien. Für viele von ihnen ist es schwerer als für ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund, ihre Talente zu entfalten. Sie benötigen dazu besondere Unterstützung, Ermutigung und ein Gemeinwesen, das mit kultureller und sozialer Vielfalt zum Vorteil für alle umzugehen weiß. Die Robert Bosch Stiftung hat deshalb ein Programm eingerichtet, um überzeugende Projektideen zur Integration dieser jungen Menschen im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit zu fördern.

Berwerbungsschluss ist der 31. Dezember 2006.

Die Projekte sollen praxisbezogen und lokal angelegt sein. Es kommen Vorhaben in Betracht, die

  • längerfristig ausgerichtet sind (keine einmaligen Veranstaltungen, wie z.B. ein Kulturabend);
  • jungen MigrantInnen und ihren Familien helfen, aktiv am Leben im Ort, in der Schule oder dem Verein teilzunehmen und selbst Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen;
  • den Erwerb der deutschen Sprache fördern;
    Migrantenorganisationen dafür qualifizieren, Integrationsarbeit noch erfolgreicher zu gestalten;
  • Vereine, Schulen oder andere örtliche Einrichtungen stärker auf die Arbeit mit MigrantInnen einstellen;
  • die Leistungen junger MigrantInnen sichtbar machen.

Dazu gehören zum Beispiel Eltern-Kind-Projekte im Kindergarten, Sprach- und Lernpatenschaften älterer SchülerInnen mit jüngeren, neue selbstorganisierte Angebote im Jugendclub, die Einbeziehung Jugendlicher in ehrenamtliche Besuchsdienste oder auch die Einführung geeigneter Beteiligungsformen für junge MigrantInnen an kommunalen Prozessen.

Voraussetzung für eine Förderung ist es, daß MigrantInnen selbst aktiv an der Planung und Durchführung der Vorhaben beteiligt sind.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Rober Bosch Stiftung.