Wirtschaftsreferat gibt Branchenführer türkischstämmiger und russischsprachiger Firmen heraus
Kategorie: Politik - Nürnberg
Das neue Branchen- und Firmenverzeichnis türkischstämmiger und russischsprachiger Firmen unter dem Titel „Wir leben in Nürnberg“ liegt vor. Es richtet sich an Migrantenunternehmen und Institutionen, die sich mit diesem Segment der Nürnberger Wirtschaft beschäftigen, wie Kammern, Verbände, Interessengruppen.
„Mit der Publikation ‚Wir leben in Nürnberg’ wollen wir Brücken bauen. Wir wollen zeigen, dass wir Unternehmen der beiden stärksten Migrantengruppen in Nürnberg und damit auch deren Integration unterstützen. Ziel ist es ohne Zweifel, aber auch in den entsprechenden Zielgruppen zu verstärkten Integrationsanstrengungen zu motivieren“, kommentierte berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck die Publikation.
Die Zahl der Migrantenunternehmen nimmt weiter zu. Sie stellen ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial dar und leisten einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt Nürnberg. Mit dem Ziel, den Dialog zwischen kommunaler Wirtschaftsförderung und Migrantenunternehmen zu fördern, startete das Wirtschaftsreferat im Juli 2005 ein EU-Projekt. Im Rahmen des Projekts wurde eine Firmenumfrage bei 124 türkischstämmigen und russischsprachigen Unternehmen durchgeführt, deren Ergebnisse im Sommer 2007 veröffentlicht wurden. Die aus dieser Befragung gewonnenen Informationen und Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die kommunale Wirtschaftspolitik auf die Bedürfnisse der Migrantenbetriebe auszurichten.
Ein Teil dieser befragten Betriebe war auch bereit, sich in „Wir leben in Nürnberg“ zu präsentieren. Es sind 33 Betriebe aus 20 Branchen vertreten – von Ballett bis Werbeagentur. Auch in Nürnberg bedienen die selbstständigen Zuwanderer keine ethnischen Marktnischen mehr. Es erfolgte eine Umorientierung zum offenen Markt. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der türkischen Unternehmerinnen und Unternehmer sprechen mit ihrem Angebot deutsche und türkische Kundschaft gleichermaßen an. Bei den russischsprachigen Migrantenunternehmen sind es gar 73 Prozent.
Die Broschüre „Wir leben in Nürnberg“ kann bei hier heruntergeladen werden.
