Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ e.V. ist der organisatorische Zusammenschluss der Kirchenasylbewegung in Deutschland. In ihr haben sich bundesweit die Ländernetzwerke der evangelischen, katholischen und freikirchlichen Kirchengemeinden zusammengeschlossen, die bereit sind, Kirchenasyl zu gewähren.
Gemeinden, die Flüchtlingen Zuflucht bieten, sehen sich durch ihren christlichen Glauben verpflichtet, Menschen vor einer Abschiebung zu schützen, wenn begründete Zweifel an einer gefahrlosen Rückkehr bestehen. Sie stellen sich zwischen die bedrohten Flüchtlinge und die Behörden, um eine nochmalige Prüfung des Falls zu erreichen und eine Abschiebung zu verhindern.
Think globally - act locally, in diesem Sinne wurde das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. am 17. Februar 1995 von Menschen aus verschiedenen Fachdisziplinen, Arbeitsfeldern und Nationalitäten gegründet.
Immer mehr Menschen verlassen ihre Heimat, weil Krieg, Not, Verfolgung oder die fortschreitende Umweltzerstörung sie dazu zwingen. Migration gewinnt an Bedeutung für alle Länder dieser Erde und auch die bundesdeutsche Gesellschaft spürt die Auswirkungen dieser weltweiten Wanderungsbewegungen.
Um uns mit dieser Realität auseinanderzusetzen und zu Problemlösungen beizutragen, halten wir eine Forschungseinrichtung für erforderlich, die nicht nur den Horizont unseres Wissens erweitert, sondern auch interkulturelles Lernen fördert. Gerade die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis scheint für die Migrationsproblematik vonnöten.
Das Bundesamt entscheidet über Asylanträge und Abschiebeschutz. Als zentrale Migrationsbehörde ist es zuständig für die Integration von Zuwanderern sowie für ein nationales Integrationsprogramm. Es nimmt Aufgaben bei der Aufnahme jüdischer Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion wahr, ist Informationsvermittlungstelle in der Rückkehrförderung, Kontaktstelle für temporären Schutz bei Massenzustrom von Vertriebenen und die Nationale Zentralstelle des Europäischen Flüchtlingsfonds. Zudem wurde ein unabhängiger Sachverständigenrat für Zuwanderung und Integration eingerichtet.
Der Arbeitskreis Migration - Integration - Minderheiten wurde ursprünglich in der seit 1952 bestehenden Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft e.V. (DGBw) gegründet. Die Deutsche Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft e.V. wurde 2002 mit der Johann-Peter-Süßmilch-Gesellschaft für Demographie e.V. (gegr. 1990) zur Deutschen Gesellschaft für Demographie e.V. vereinigt. Der Arbeitskreis Migration - Integration - Minderheiten wird laut Beschluss der Mitgliederversammlung in der neuen Gesellschaft unverändert fortgeführt.
Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein. Ihm gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der 24 Landeskirchen der EKD, neun Freikirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen sowie rund 90 Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder an. Diese Mitglieder arbeiten in über 27.000 selbstständigen Einrichtungen unterschiedlicher Größe und Rechtsform mit mehr als einer Million Betreuungsplätzen. Es sind dort mehr als 450.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll- oder teilbeschäftigt.
Ferner gibt es knapp 7.000 diakonische Selbsthilfe- und Helfergruppen. Mitgetragen wird die diakonische Arbeit von den rund 18.000 Gemeinden der Landes- und Freikirchen. Rund 400.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Diakonie aktiv.
Das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration aus der Türkei e.V. - DOMiT wurde 1990 als Selbstorganisation von Migranten mit dem Ziel gegründet, das historische Erbe der Einwanderer aus der Türkei für zukünftige Generationen zu bewahren. Dieses Ziel wird auf folgenden Wegen verfolgt:
<ul><li>DOMiT sammelt Dokumente und Materialien zur Geschichte der Migration aus der Türkei seit den 1950er Jahren und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich</li><li>DOMiT entwickelt und führt Forschungsprojekte zum Thema Migration durch</li><li>DOMiT erarbeitet und präsentiert Ausstellungen </li><li>DOMiT veranstaltet Seminare, Tagungen, Diavorträge und Lesungen</li></ul>
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt den Informationsdienst Migration und öffentliche Gesundheit heraus: vier Mal jährlich gedruckt und ständig aktualisiert im Internet. Er ist aus dem Infodienst des Bundesweiten Arbeitskreises Migration und öffentliche Gesundheit hervorgegangen. Dieser Arbeitskreis wird vom Büro der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung koordiniert.
Die Leserinnen und Leser dieses Informations-Dienstes sind herzlich eingeladen, der Redaktion Beiträge, Anregungen, Hinweise zu jeder Rubrik zu schicken. Jedes Angebot ist willkommen.
Die Beiträge für den InfoDienst Migration und öffentliche Gesundheit werden nicht geprüft und nicht bewertet, da sich dieser als offene Informations-Börse versteht.