Modell Amsterdam? – Wege und Erfahrungen kommunaler Integrationspolitik

Anstöße 11 - Forum interkultureller Dialog
Schirmherrschaft der Veranstaltungsreihe: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly

Diskussionsveranstaltung im Bürgerzentrum Villa Leon
Schlachthofstr. / Philipp-Körber-Weg 1, Nürnberg (U Bahn Rothenburger Straße)
Freitag, 3. Juni 2005, 19 Uhr
(Eintritt frei)


Vortrag von Ahmed Aboutaleb (Sozialreferent der Stadt Amsterdam)
Moderation: Prof. Friedrich Heckmann (europäisches forum für migrationsstudien, Bamberg)

Veranstalter: Stadt Nürnberg: Amt für Kultur und Freizeit, Bildungszentrum, Pädagogisches Institut; Ausländerbeirat der Stadt Nürnberg; XENOS Nürnberg e.V., Institut für soziale und kulturelle Arbeit (ISKA)
www.nuernberg.forum-interkultur.net

Als am 2. November vergangenen Jahres der niederländische Regisseur Theo van Gogh auf offener Straße von einem 26-jährigen Amsterdamer ermordet wurde, der die niederländische und marokkanische Staatsbürgerschaft besitzt und extremistischen islamischen Kreisen zugerechnet wird, wurde nicht nur in den Niederlanden über das Scheitern einer liberalen Integrationspolitik diskutiert. Auch hierzulande nahmen zahlreiche Politiker und Medien den Mord in Amsterdam als Aufhänger, um Integrationsdefizite speziell bei Muslimen und das Entstehen angeblicher Parallelgesellschaften auch in Deutschland zu beklagen.
Wie sieht die Situation in Amsterdam tatsächlich aus? Wie hat die Stadt Amsterdam die Krise im Umfeld der Ermordung van Goghs gemeistert, welche Wege geht die Stadt in der kommunalen Integrationspolitik? Darüber berichtet an diesem „Anstöße“-Abend Ahmed Aboutaleb, seit vergangenem Jahr Referent für „Arbeit und Einkommen, Bildung, Jugend und Vielfalt sowie Großstadtpolitik“ der niederländischen Hauptstadt. Aboutaleb wurde 1961 in Marokko geboren, besitzt die niederländische sowie die marokkanische Staatsangehörigkeit und ist gelernter Ingenieur für Elektrotechnik. Der Sozialdemokrat (PvdA) ist Mitbegründer der Niederländischen Koalition für Frieden im Nahen Osten und war bis 2002 Direktor des Instituts für multikulturelle Entwicklung FORUM. Davor war er u.a. Berichterstatter für Radio und Fernsehen.

Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Friedrich Heckmann, Mitbegründer und Leiter des europäischen forums für migrationsstudien (efms) an der Universität Bamberg.

Weitere Informationen

Lebenslauf von Ahmend Aboutaleb auf holländisch:
www.amsterdam.nl/contents/pages/5261/cvahmed.doc

Links zu Seiten, die den Mord an Theo van Gogh thematisieren:

http://www.beepworld.de/members74/chancenarchiv/gogh.htm
http://www3.mdr.de/kulturreport/071104/thema_gogh.html
http://www.marokko-portal.de/modules.php?name=News&file=article&sid=106
http://www.taz.de/pt/2004/11/10/a0154.nf/text
http://www.taz.de/pt/2004/11/06/a0098.nf/text
http://fm4.orf.at/flo/189359
http://www.tiscali.nl/content/article/nbinn/538429.htm
http://als.hippo3.castaserver.com:8080/nieuws_en_achtergronden/Toespraak_Aboutaleb.html

Sehr umfangreiche Informationen zum Thema "Die multikulturelle Gesellschaft in den Niederlanden" der Uni Münster:

www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Multik/index.html

Ein Dosier zu Integrationspolitik in den Niederlanden der Bundeszentrale für Politische Bildung:

http://www.focus-migration.de/dokumente/kurzdossiers/KD-1_Integration_Niederland.pdf