Kommunale Integrationspolitik
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Kommunale Integrationspolitik
Kommunale Integrationspolitik hat in Nürnberg eine lange Tradition: Bereits 1973 wurde der erste Ausländerbeirat gewählt, 1984 der Aussiedlerbeirat eingerichtet. Ebenfalls 1984 verabschiedete der Stadtrat das erste "Ausländerprogramm der Stadt Nürnberg", das 1994 fortgeschrieben wurde. Mit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly im Jahr 2002, der das Thema Integration als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben sieht und es dementsprechend zur "Chefsache" und Querschnittsaufgabe erklärt hat, begann eine neue Phase kommunaler Integrationspolitik in Nürnberg.
Die bisher getrennten Felder "Ausländer" und "Aussiedler" werden seitdem in der Integrationspolitik der Stadt zusammengedacht. Im Mai 2010 wurde der Rat für Integration und Zuwanderung , in dem die bisherigen Gremien "Ausländerbeirat" und "Aussiedlerbeirat" zusammengeführt sind, gewählt. Die Behandlung seiner Anliegen erfolgt in der gemeinsamen Stadtrats-"Kommission für Integration". Parallel dazu arbeitet eine vom Oberbürgermeister verwaltungsinterne Koordinierungsgruppe, der Mitarbeiter/innen aus den verschiedensten Dienststellen und Referaten der Stadt angehören.
Neben der gegenseitigen Information und Abstimmung von Planungen soll die Koordinierungsgruppe insbesondere die gemeinsamen Anliegen der Arbeitsbereiche „Ausländer“ und „Aussiedler“ zusammenführen und erarbeitet dafür ein neues, zeitgemäßes Integrationsprogramm.
Mit der Einrichtung der Koordinierungsgruppe wurde das Thema „Integration“ endgültig als Querschnittsaufgabe etabliert. Zur Begleitung des Integrationsprogramms wurde zudem ein Kuratorium ins Leben gerufen, in dem u.a. die Kammern, das staatliche Schulamt, Aussiedler- und Ausländerbeirat und Vertreter von Religionsgemeinschaften, Wissenschaft, Presse usw. vertreten sind.
Überhaupt wird für die Erarbeitung des Integrationsprogramms eine breite gesellschaftliche Beteiligung angestrebt. Dabei werden auch die verschiedenen Migrantenselbstorganisationen in das Programm einbezogen. Zu diesem Zweck fanden bereits Anhörungen im Rathaus, ein Tagesseminar und in Gespräche mit der Verwaltung statt. Der Dialog wird durch das Forum für Migrantinnen und Migranten aufrecht erhalten.
Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Sandra Bröring, Amt für Kultur und Freizeit Tel. 0911/231-4674
Hier kommen Sie zum offiziellen Internetauftritt der Stadt Nürnberg zum Thema „Integration und Migration“.
